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Bronzemedaille um Haaresbreite verfehlt

Volleyball – Platz 4 im Finale der Landesmeisterschaft U20


Die legendäre Suhler Sporthalle „Wolfsgrube“, Spielort der 1. Bundesliga im Volleyball, war Austragungsort der Finalrunde der diesjährigen Landesmeisterschaften der weiblichen U20, zu der sich die Mannschaften des Geraer VC und der SV Thonhausen 1901 aus der Vorrunde qualifiziert haben und zu dem sich die gesetzten Mannschaften des SWE Volley Teams Erfurt und des VfB 91 Suhl einfanden.
Die erste Frage der Suhler Organisatoren: „Wo, bitteschön, liegt den Thonhausen ?“
Gespielt wurden zwei Gewinnsätze parallel auf zwei Spielfeldern.
In der ersten Begegnung des Finaltages musste die Mannschaft des SV Thonhausen gegen den Vorjahresmeister aus Erfurt antreten. Die Mädchen sind Schülerinnen des Erfurter  Sportgymnasiums, trainieren zweimal am Tag und verfügen über Erfahrungen der Thüringen – bzw. Regionalliga und zwei von ihnen wurden auch schon in der 2. Bundesliga zum Einsatz gebracht.
Eine sehr schwere und nahezu unlösbare Aufgabe für das Team aus Thonhausen.
Mit Spielfreude und dem Ziel mindestens 10 Punkte pro Satz zu erreichen, begann das Spiel und Thonhausen bekam die Klasse und Überlegenheit schnell zu spüren.
Eine 7:25 Niederlage das Ergebnis des ersten Satzes. Im zweiten Durchgang gelangen der Mannschaft aus Thonhausen erfolgreiche Spielzüge, die den Gegner aus Erfurt beim Spielstand von 12:14 zu einer Auszeit zwangen! Welch ein Teilerfolg und die Mädels aus Thonhausen konnten ihr Schmunzeln nicht verbergen.
Erfurt konnte den Satz 25:14 und damit das Spiel 2:0 für sich verbuchen.
Parallel unterlag der Geraer VC der Mannschaft des VfB Suhl mit 0:2.
Nach fünfzehnminütiger Pause begann auf beiden Feldern der zweite Spieldurchgang und Thonhausen stand der Vertretung aus Suhl gegenüber. Auch die Suhlerinnen spielen komplett in der Thüringenliga und trainieren unter Stützpunktbedingungen. Thonhausen wehrte sich mit allen Mitteln und das spielerische und taktische Vermögen konnte eine Niederlage in beiden Sätzen nicht verhindern, 10:25 und 6:25 die Satzergebnisse.
Gera unterlag im Spiel gegen Erfurt 11:25 und 6:25.
Aus den Ergebnissen und den Spielansetzungen ergaben sich das Finalspiel und das Spiel um Platz 3 für den letzten Durchgang.
Im Finale bezwang der das Erfurter Volley Team die Vertretung aus Suhl mit 25:13 und 25:20 und wurde auch 2015 erneut Thüringenmeister der weiblichen U20.
Es musste nun noch die Bronzemedaille zwischen dem SV Thonhausen und dem Geraer VC ausgespielt werden. Aus dem Vergleich der Spielergebnisse beider Teams sowohl gegen Erfurt als auch gegen Suhl, war ein heißes Duell der Kontrahenten zu erwarten.
Spannende Ballwechsel mit tollen Angriffs – und Abwehraktionen auf beiden Seiten kennzeichneten den Spielverlauf und ein ständiger Führungswechsel sorgte für Stimmung unter den Zuschauern. Nach Auszeiten für Gera bei Führung von Thonhausen folgte eine Auszeit von Thonhausen bei 20:22 Rückstand.
Spannender kann Volleyball nicht sein!! Thonhausen siegte mit 27:25 und konnte erst einmal durchatmen und neue Kräfte für den zweiten Satz sammeln. Der begann und verlief mit selbiger Dramatik! Aus einem 9:16 Rückstand erspielte sich das Team des SV eine 21:20 Führung und unterlag am Ende des Satzes knapp mit 24:26.
Der dritte Satz musste mal wieder die Entscheidung des Spieles bringen und die Hinterkopferfahrungen der Thonhausnerinnen ist diesbezüglich nicht vielversprechend.
Bei 4:8 Rückstand erfolgte der Seitenwechsel und der dritte Satz ging mit 8:15 verloren. Ärgerlich, denn damit endete das Spiel und damit die Finalrunde mit dem undankbaren vierten Platz für die Mannschaft des SV Thonhausen 1901.
Dennoch ein riesiger Erfolg für den kleinen Verein aus dem Altenburger Land gegen die Hochburgen des Thüringer Volleyballs.

Ein großer Dank gilt allen Mädels des Thonhausener Teams, auch denen, die durch ihren Einsatz bei den Vorrundenturnieren den Weg bis ins Finale bereitet haben, die aber verletzungsbedingt oder durch Urlaub nicht am Finale teilnehmen konnten.
Thonhausen spielte mit: Maxi und Nele Pilz, Vicky Großmann, Julia Hauck, Charlotte Stenzel, Benita Ebersbach, Wiebke Orlick und Lisa Neubert.


Chr. Pilz