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Auskünfte zu gemeindlichen Belangen zur Seniorenweihnachtsfeier in Thonhausen

Von OTZ-Redakteur Bernd Kemter Thonhausen. Die Seniorenweihnachtsfeier in Thonhausen am Sonnabendnachmittag war gut besucht. Gemütlichkeit und Geselligkeit standen im Vordergrund. Allerdings ergriff Bürgermeister André Hupfer die Gelegenheit beim Schopf, um die Bürgerinnen und Bürger über das Geleistete sowie über Vorhaben zu informieren. Dabei kam natürlich auch das leidige Thema Straßenausbaubeiträge (OTZ berichtete) wieder zur Sprache.

Der Verwaltungsaufwand zur Beibringung der Ausbaubeiträge ist jedenfalls enorm, wie aus den Erläuterungen des Gemeindeoberhauptes deutlich wurde. "Aber es steht ein gesetzlicher Zwang dahinter, wir müssen diese Dinge tun", erläuterte der Bürgermeister das Vorgehen. Viel Aufwand erforderte der Kauf benötigten privaten Landes. Dabei ging es in einem Fall um lediglich zwei Quadratmeter, bei dem als Reinerlös am Ende ein einziger Euro zu Buche stand. Notarkosten, Grundbucheintragungen und anderes mehr muss jedoch exakt erledigt werden. 60 Verträge waren es insgesamt.

Für den Bauhof erwarb die Gemeinde einen gebrauchten Multicar; eine Neuanschaffung hätte sich die Kommune nicht leisten können. Gut verläuft die Entwicklung des Kindergartens, der auch von Allerjüngsten besucht wird. Eine Stellenausschreibung für eine Erzieherin wurde auf den Weg gebracht. Unter zwanzig Bewerberinnen wurde schließlich eine Thonhausenerin ausgewählt, und auch für die Reinigungskraft wurde Ersatz gefunden. Die Frau, ebenfalls aus dem Dorf, wird sich nun auch um die Sauberkeit des Sportlerheimes und des Bürgerhauses kümmern. In den Kindergarten kam ein neues Häuschen zur Unterbringung der Spielgeräte. Der Kindergarten an sich soll schon seit Jahren saniert und umgebaut werden, die Planung wurde in Auftrag gegeben. "Alles kommt nun auf die Fördermittel an", erklärte André Hupfer vor den Senioren. Es gebe auch schon gute Nachrichten für nächstes Jahr, er könne es aber erst glauben, wenn er es Schwarz auf Weiß sähe, führte er weiter aus. Es gebe allerdings keine Förderung über den zweiten Arbeitsmarkt mehr, und auch die Mehrwertsteuer werde nicht mehr gefördert. Dies bedeute, dass die Quote jetzt bei 50 Prozent liege. Folglich seien mehr Eigenanteile aufzubringen, "aber die müssen erst einmal erwirtschaftet werden".

Der Ausbau der Hummelgasse war ebenfalls längst beschlossene Sache. Dass dies bislang noch nicht geschah, "lag aber nicht an uns". Wenn eine neue Straße gebaut wird, müssen auch Medien rein. "Damit mussten wir jedoch warten". Vor allem betrifft dies den Kanal. Dies sei im Haushalt berücksichtigt worden, die Ausschreibung soll intensiv betrieben werden, so dass es im Frühjahr losgehen kann. Es ist eine dringend notwendige Maßnahme, wurden doch in diesen Bereich immer wieder Sand und Schlamm reingeschlemmt.

Die Gemeinde wird nun den Friedhof übernehmen, verkündete der Bürgermeister weiter. Dazu habe sich der Gemeinderat mit dem Gemeindekirchenrat zusammengesetzt. Künftig wird die Kommune für alle Angelegenheiten, von der Anmeldung bis hin zur Pflege zuständig sein. An sich sollte dies bereits ab 1. Januar 2009 der Fall sein, allerdings seien noch einige Voraussetzungen zu klären. Und auch der Friedhof in Wettelswalde werde in die Obhut der Gemeinde übergehen, erwiderte der Bürgermeister auf eine entsprechende Anfrage aus der Runde.

Und ebenso äußerte sich Hupfer zur Gebietsreform. Bekanntlich hatte sich zu einer Einwohnerversammlung vorab durchaus eine gewisse Anzahl von Bürgern positiv zu einer Eingemeindung nach Schmölln bekannt (OTZ berichtete). Wie sich zeigt, hat die Landesregierung über die Gebietsreform aber noch nicht das letzte Wort gesprochen. An sich sollten die Verwaltungsgemeinschaften aufgelöst und durch Landgemeinden ersetzt werden. Nun scheint es so, dass die Verwaltungsgemeinschaften bleiben sollen, und ebenso soll es Landgemeinden geben. Aber die Entscheidung steht noch aus, nächstes Jahr sind erst mal Wahlen.

André Hupfer bat die anwesenden Seniorinnen und Senioren, doch zur Wahl zu gehen. Und er meinte damit natürlich auch die Wahlen für den neuen Gemeinderat. Zwei scheiden aus persönlichen und beruflichen Gründen aus dem achtköpfigen Gremium aus. Allerdings: Zwei Bewerber hätten sich mit Herrn Richter und Frau Militzer gefunden.

Die Gäste erlebten im Saal der Gaststätte Wolf noch vergnügliche Stunden. Das Altenburger Folkloreensemble unter Leitung von Volker Kibisch unterhielt mit besinnlichen Weisen zur Weihnachtszeit.

09.12.2008