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Letztes Projekt im Dorferneuerungsprogramm der Gemeinde abgeschlossen
Von OTZ-Redakteur Bernd Kemter Thonhausen. Seit gestern nachmittag ist die gesamte Ortsdurchfahrt in Thonhausen für den öffentlichen Straßenverkehr frei, der letzte Bauabschnitt im
Oberdorf wurde per Banddurchschnitt feierlich übergeben.

Damit ist für die Gemeinde jedoch auch das Dorferneuerungsprogramm abgeschlossen, informierte Bürgermeister André Hupfer im OTZ-Gespräch. Der letzte Straßenbauabschnitt belief sich auf etwa 1100 Meter, er kostete ca. 500 000 Euro, bei einer Förderquote von 70 Prozent aus der Dorferneuerung. Die Straßenbauarbeiten begannen im Mai. Beteiligt waren die Ingenieurbüros Schneider sowie Metzner und Ignaczak sowie die Arbeitsgemeinschaft der Baufirmen Eurovia und Gerth Bau. Für die neue Dorfbeleuchtung sorgte die Elektromeisterfirma Havenstein aus Jonaswalde.

Seit 1994/95 gab es wichtige Straßenbaumaßnahmen in der Gemeinde. Die jetzt übergebene komplette Ortsdurchfahrt selbst ist eine Gemeindestraße. Damit kommen auf die Grundeigner entsprechende Straßenausbaubeiträge zu, für Oberflächenentwässerung, Gehweg und Beleuchtung. "Wir sind ja laut Satzung dazu verpflichtet, durch Gesetz gezwungen", so der Bürgermeister. "Aber wir haben die Bürger informiert, die Planungen vorgestellt, um Hinweise und Mitarbeit gebeten." Mit den Grundeignern wurden die notwendigen Bauerlaubnisverträge abgeschlossen. Es wird eine Schlussvermessung geben, auf deren Grundlage Entschädigungen für die betroffenen Landeigner gewährt werden. Mit Beiträgen müssen Grundeigentümer im nächsten Jahr rechnen.

2007 soll die Hummelgasse in die Kur kommen. Auch im ländlichen Wegebau soll es in den kommenden Jahren in Absprache mit der Agrargenossenschaft weiter voran gehen. Sorgenkind der Gemeinde ist der Kindergarten, dessen Sanierung im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms nicht genehmigt wurde. Dringend notwendig ist dort eine Grundsanierung, so das Gemeindeoberhaupt. Doch derzeit stehen die Chancen dafür schlecht. Außerdem gehe es nun allmählich darum, alles das zu erhalten, was in den vergangenen Jahren im Ort geschaffen wurde.


15.11.2006