Altenburger Land

Viele Radwege führen nach Altenburg

Thonhausen. Erst die Deutschland-Tour, dann der Radweg: Nachdem Altenburg im August Startort der größten nationalen Profi-Radrundfahrt war, entsteht nun für Touristen und Freitzeitfahrer ein weiterer Abschnitt des Deutschlandradweges. Die Trasse führt vom Mannichswalder Freibad über Thonhausen und bindet in Posterstein an die "Thüringer Städtekette" an, die über Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Jena, Stadtroda, Hermsdorf, Bad Köstritz, Gera, Ronneburg, Schmölln nach Altenburg führt.

Ein asphaltiertes Stück auf der sächsischen Seite ist bereits befahrbar, soll jedoch noch asphaltiert werden, erklärte Thonhausens Bürgermeister André Hupfer. Der Abschnitt, für den die Gemeinde zuständig ist, wird insgesamt etwa 1100 Meter betragen. Das letzte Stück soll im ersten Quartal des nächsten Jahres fertig gestellt werden.

Im Zuge des Neubaus der Kreisstraße 501 hatte die Gemeinde um einen straßenbegleitenden Radweg mit Einmündung auf die Ortsdurchfahrt hinter dem jetzigen Kreuzungsbereich gebeten, um Gefahrenpotenziale für die Radfahrer auszuschließen. Sie müssen folglich diese Kreuzung nicht passieren. Bis Wettelswalde ist der Radweg mit der Ortsstraße identisch, zweigt dann auf einen Radweg ab, der vor etwa zwei Jahren gebaut wurde.

Die Gesamtkosten für die Thonhausener Trasse belaufen sich auf 176 000 Euro, wobei jedoch nur zehn Prozent als kommunaler Eigenanteil, den die Gemeinderäte in den Nachtragshaushalt für 2005 einstellten, ausgegeben werden muss. Durch Tourismusförderung und zweitem Arbeitsmarkt werden 90 Prozent der Kosten getragen. Die Bauarbeiten haben bereits am 14. Oktober begonnen und sollen knapp zwei Jahre andauern.

Bürgermeister Hupfer zeigte sich froh darüber, dass der Gemeinderat den Zuschlag einer einheimischen Firma erteilen konnte, TRL Ren-Burkhardt Thonhausen. Das Unternehmen unterbreitete in der öffentlichen Ausschreibung die günstigste Offerte unter vier Anbietern.

Generös zeigte sich zudem die Agrargenossenschaft Thonhausen, die sich mit einem Landtausch mit der Gemeinde bereit erklärte. Immerhin führt der neue Radweg mitten durch ein Feld. Via Crimmitschau muss die Trasse noch ausgebaut werden.

Eigentlich hatte die Thüringer Aufbaubank Fördermittel für den Bad-Radweg in Thonhausen erst für 2006 in Aussicht gestellt. Doch die Gemeinde blieb hartnäckig, hatte sie doch schon vor Jahren einen entsprechenden Antrag gestellt. Nun war ihr endlich Erfolg beschieden. Radwanderer aus Sachsen und ins Sächsische werden den Lückenschluss begrüßen. Sie können sich im Ort an einer großen Tafel informieren. Sehenswürdigkeiten wie Burg Posterstein, Schmöllner Knopfmuseum oder die Nöbdenitzer 1000-jährige Eiche können vom Bad-Radweg aus erkundet werden.

bk

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